
Humboldts Küste – Zwischen Feuer und Eis
Schroffe Gipfel, tiefe Täler und weite Grasebenen inmitten einer Landschaft aus Feuer und Eis – die ikonische Region Patagoniens ist geprägt von rauer Natur und einem harschen Klima, umgeben von Vulkanen und Gletschern. Und trotzdem gibt es zahlreiche Tiere, die diesen extremen Bedingungen widerstehen. Von Feuerland, der Südspitze Südamerikas, über die Anden, bis zum Pazifik im Westen und dem Atlantik im Osten, spielt sich das meiste Leben an den Meeren und Seen ab. Aber auch der Kaltregenwald ist typisch für Patagonien. Dieser sehr besondere Lebensraum ist nur an wenigen Orten weltweit zu finden.
Im Zentrum des halleschen Patagoniens stehen zweifelsohne die Wasserlandschaften. Eine Kolonie Chile-Flamingos lebt friedlich zusammen mit zahlreichen Entenarten, während die Besucher aus nächster Nähe die perfektionierte Nahrungsaufnahme der rosa Vögel beobachten können. Besonders bekannt und berühmt sind die Humboldtpinguine des Zoos, die wie unsere Meerespelikane auch, jährlich Nachwuchs großziehen und damit einen wichtigen Beitrag zum Arterhalt leisten. Erleben Sie die eisige Küstenwelt Patagoniens und schauen Sie Seebären beim Tauchen zu! Wem währenddessen kalt geworden ist, kann sein Herz beim Anblick der kleinsten Hirsche unserer Erde, den Pudus, sowie den niedlichen Salzkatzen, erwärmen.
Flamingolagune
Schillernde Federkleider
Die von Teichen geprägte Anlage mit ihren eleganten und rosafarbenen Bewohnern, lässt die Besucher in eine Welt der salzigen Seen Patagoniens eintauchen. Die Chileflamingos mit ihren leuchtend rosa Federn stehen häufig auf nur einem Bein und mögen die Gesellschaft zu ihren Artgenossen. Die Farbe der Flamingos kommt von den Algen und Krebstieren, von denen sich die Vögel in ihrer Heimat ernähren. Im Zoo erhalten sie all ihre Nährstoffe in Form von Pellets, die sie im Wasser durch ihren sogenannten Seihschnabel aufnehmen.
Pelikanteich
Die größte Population außerhalb der USA
Die große Teichanlage im vorderen Teil des Zoos teilen sich Meerespelikane im Sommer mit Wildputen. Dabei fallen die Pelikane durch ihre typischen Schnäbel mit Kehlsack besonders auf. Anders als andere Pelikane erbeuten Meerespelikane ihren Fisch im Sturzflug aus bis zu 20 Metern Höhe. Die Luftsäcke an den Lungen dämpfen dabei den Aufprall der schweren Vögel auf die Wasseroberfläche.
Der Zoo Halle hat die größte Population von Meerespelikanen außerhalb der USA und ist stolz auf die Zuchterfolge der letzten Jahre.
Pinguine
Bedrohte Frackträger als Artenschutzhelden
Die schwarzweißen Frackträger sind unsere Publikumslieblinge, die schnell und elegant durchs Wasser tauchen. Unsere Humboldtpinguinkolonie zieht durchschnittlich zehn Jungtiere im Jahr groß. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die europaweite Zoopopulation, das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Der Bergzoo Halle unterstützt außerdem die Artenschutzinitiative „Sphenisco e.V.“, die sich um den Schutz des Lebensraumes der Humboldtpinguine in Chile und Peru bemüht.
Seebären
Intelligente Schwimmmeister von eisigen Küsten
Die Fütterung unseres Seebären wird mit einem Training verbunden. Die dabei erlernten Kommandos erleichtern den Umgang, z. B. bei einer tierärztlichen Behandlung und dienen der physischen sowohl mentalen Beschäftigung von Molly. Durch eine Glasscheibe lässt sich unser Einzelgänger auch dabei beobachten, wie er ruhig durch das Wasser gleitet.
Moment mal. Einzelgänger? Tatsächlich sind männliche Seebären Einzelgänger, die sich nur während der Paarungszeit einen Harem von Weibchen suchen und diesen anschließend wieder verlassen.
Salzkatzen
Aus den Salzwüsten Boliviens
Häufige Zoobesucher kennen die Anlage noch als Faultierhaus. Diese wird nun von unseren Salzkatzen Paola und Mikesch bewohnt. Schon kurz nach Einzug unseres ersten Salzkatzenpaars gab es Nachwuchs: Kätzchen Paola. Derzeit werden Paola und Mikesch aneinander gewöhnt, da Salzkatzen außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger sind. Der Name Salzkatze bezieht sich auf die Verbreitungsgebiete in Südamerika, zu denen auch die bolivianischen Salzwüsten zählen.
Pudus
Der kleinste Hirsch der Welt
Die Anlage der Südpudus ist den Wäldern Patagoniens mit hohen Gräsern und exotischen Nadelgehölzen, wie der Chilenischen Araukarie (Andentanne), nachempfunden. Die kleinsten Hirsche der Welt werden maximal 40 cm hoch und suchen meistens gut versteckt im Unterholz nach zarten Blatttrieben. Die Argentinische Ruderente mit ihrem auffallend blauen Schnabel ist zudem ein echter Hingucker.
Foto Humboldtpinguine: istockphoto © Stanislav Cema; Clips: Pinguin: istockphoto © T-Fujishima; Meeresschildkröte: © Max Hofmann; Buckelwal: istockphoto © Philip Thurston; Pelikane: istockphoto © BlackBoxGuild; Chileflamingo: istockphoto © Gray Freeman
Tickets, Gutscheine, Patenschaften einfach online kaufen!
Sie wollen noch schnell vorm Zoo-Besuch ein Ticket kaufen oder suchen ein passendes Geschenk? Tickets, Gutscheine und unsere verschiedenen Patenschaften können Sie ganz einfach online kaufen! Im Anschluss müssen Sie nur wenige Augenblicke auf die E-Mail warten. Fürs Verschenken können Sie optional eine wertig ausgedruckte Version auf postalischem Weg erhalten.
Erlebnisfütterung
Um Ihnen in jeder Jahreszeit ein intensives Tiererlebnis zu ermöglichen, bieten wir zu verschiedenen Uhrzeiten öffentliche Fütterungen bei unseren Tieren an. Schauen Sie bei Totenkopfäffchen, Kängurus, Erdferkeln oder Gibbons vorbei, wenn diese gefüttert werden. Die Tierpfleger stehen Ihnen zu den genannten Zeiten für sämtliche Fragen Rede und Antwort. Sprechen Sie diese an!
Reguläre Fütterungen
- 10:20 Uhr – Pinguine
- 10:45 Uhr – Seebären (kommentierte Fütterung / außer donnerstags)
- 11:00 Uhr – Bergkängurus
- 11:45 Uhr – Totenkopfäffchen
- 12:00 Uhr – Zebras und Antilopen
- 12:15 Uhr – Gänsegeier (dienstags & samstags)
- 13:15 Uhr – Roter Panda
- 13:30 Uhr – Erdmännchen
- 14:15 Uhr – Kugelgürteltier
- 14:30 Uhr – Erdferkel
- 14:45 Uhr – Pinguine (kommentierte Fütterung)
- 15:00 Uhr – Silbergibbons
- 15:15 Uhr – Seebären (kommentierte Fütterung/ außer donnerstags)
- 16:30 Uhr – Löffelhunde
Flexible Fütterungszeiten
- Großkatzen (täglich mindestens eine)
- Schimpansen
Im Interesse bestimmter Tierarten füttern wir diese zu wechselnden Tageszeiten oder manchmal auch gar nicht, was deren Gesundheit und Wohlergehen zuträglich ist. Die jeweiligen Fütterungszeiten der vorstehenden Tierarten entnehmen Sie bitte den Aushängen an den betreffenden Tieranlagen.
Sprechen Sie uns an! Unsere Tierpfleger beantworten gerne Ihre Fragen nach den Fütterungen.





















