
Grasebenen – Endlose Weiten
Graslandschaften und Savannen sind geprägt von einer einzigen Pflanze: dem Gras. Es ernährt in seinen vielen Formen und Farben unzählige Tiere in sehr verschiedenen Arten und Größen und ist damit unerlässlich für diese besonderen Landschaften. Graslandschaften entstehen nur dann, wenn genau die richtige Menge an Regen fällt! Bei zu wenig Niederschlag ist der Boden zu trocken, bei zu viel Wasser wachsen auch andere Pflanzen und verdrängen das Gras. Deshalb ist auch das Gras von Tieren abhängig, da diese die Sträucher und Bäume fressen und so zum Erhalt der Grasebenen beitragen.
So werden die Grasebenen, die für viele doch eher unscheinbar oder gar langweilig sind, bei uns zu einem spannenden Ökosystem mit einzigartigen Beziehungen zwischen Tier- und Pflanzenwelt. Vom großen Nördlichen Löwen bis zur Erdmännchenkolonie sind die beliebtesten Tiere der afrikanischen Savannen vertreten. Aber auch weniger bekannte Grasländer, wie die südamerikanische Pampa, finden mit Ameisenbären, Vikunjas und Nandus, einen Platz in Halle! Und im Kleinsäugerhaus finden Sie das wuselige Kugelgürteltier zusammen mit den hochbedrohten Graubrustsittichen. Ein genauer Blick lohnt sich also!
Nördliche Löwen und Erdferkel
Von Zoolieblingen und unbekannten Arten
Seit 2026 beteiligt sich der Bergzoo Halle an der Erhaltungszucht der stark gefährdeten Nördlichen Löwen. Im Mai zogen die 2022 geborenen Berberlöwen Kowa und Tio aus Frankreich in den Bergzoo ein. Als Berberlöwen gehören sie einer historischen Population der Unterart des Nördlichen Löwen an, deren freilebende Tiere heute als ausgestorben gelten. Langfristig sollen die Löwenanlage erweitert und Löwinnen aufgenommen werden, um einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser beeindruckenden Großkatzen zu leisten.
Im Großkatzenhaus leben außerdem die in Zoos selten gehaltenen und ulkigen Erdferkel. Obwohl sie in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet sind, bleiben sie durch ihre nachtaktive und unterirdische Lebensweise meist verborgen. Mit Erdferkelmann Nio haben unsere Weibchen Ramatu und Esti nun einen passenden Partner gefunden und wir hoffen auf wichtigen Nachwuchs. Die drei lustigen Insektenfresser freuen sich auf Ihren Besuch!
Ameisenbären und Kleintierhaus
Unbekannte Zoolieblinge
Zusammen mit den Darwin-Nandus und den Tschajas leben die Ameisenbären, Florina und Pedro, in einer großen, reich strukturierten Anlage. Die natürlichen Lebensräume der Ameisenbären sind sowohl tropische Wälder als auch offene Gras- und Savannenlandschaften. An warmen Tagen wird Ameisenbärin Florina von ihren Tierpflegern geduscht und geht sogar schwimmen, was ein fantastischer Anblick ist! Besonders stolz sind wir auch auf die extremst seltene Nachzucht der Tschajas.
Im Kleintierhaus, gegenüber von den Bergterrassen, leben unterschiedliche Kleinsäuger, Vögel und Reptilien. Hier können die, eher unscheinbar erscheinenden, Lebewesen entdeckt werden. Schauen Sie sich die interessanten Kugelgürteltiere an oder erkunden Sie das liebevolle Zusammenleben der bedrohten Graubrustsittiche.
Vikunjas
Die Vorfahren der Alpakas
Vikunjas gehören mit den Guanakos zu den beiden Wildformen der Neuweltkamele aus denen die Alpakas und Lamas als Haustierarten hervorgingen. In den südamerikanischen Hochanden leben sie in Höhen zwischen 3500 und 5500 m. Ihre Wolle ist besonders fein und isoliert besonders gut gegen Kälte und Wind. Durch die besondere Form ihrer Blutkörperchen können sie vermehrt Sauerstoff aufnehmen, dessen Gehalt in den Höhen der Berge stark reduziert ist.
Erdmännchen
Das Leben in der Kolonie
Unsere Erdmännchenfamilie bekam in den letzten Jahren oft Nachwuchs, wodurch die Gruppe kräftig angewachsen und so immer ein lebhaftes Getümmel zu beobachten ist. Die Anlage ist durch die kleinen Buddelmeister stark untertunnelt. Die Jungtiere werden unter der Erde geboren und krabbeln erst nach etwa drei Wochen zusammen mit ihrer Mutter an die Oberfläche. Erst dann können die Tierpfleger zählen, wie groß der neueste Wurf der kleinen Raubtiere ausgefallen ist. Die natürliche Heimat der Erdmännchen ist unter anderem die Kalahari-Wüste im südlichen Afrika.
Foto Löwe: istockphoto © Brittany Olson; Clips: Löwe: istockphoto © BlackBoxGuild; Erdmännchen: istockphoto © Utopia_88; Giraffengruppe: istockphoto © Alphotographic; Giraffenpaar: istockphoto © Ivan Veselkov; Gepard: istockphoto © artlab; Zebras und Elefanten: istockphoto © Denny Kisner; Nashorn: istockphoto © Matthew Williams-Ellis; Gelbschnabeltoko CloseUp: istockphoto © BlackBoxGuild; Gelbschnabeltoko: istockphoto © ronib1979; Ameisenbär: istockphoto © BlackBoxGuild; Guanakos: istockphoto © BlackBoxGuild
Tickets, Gutscheine, Patenschaften einfach online kaufen!
Sie wollen noch schnell vorm Zoo-Besuch ein Ticket kaufen oder suchen ein passendes Geschenk? Tickets, Gutscheine und unsere verschiedenen Patenschaften können Sie ganz einfach online kaufen! Im Anschluss müssen Sie nur wenige Augenblicke auf die E-Mail warten. Fürs Verschenken können Sie optional eine wertig ausgedruckte Version auf postalischem Weg erhalten.
Erlebnisfütterung
Um Ihnen in jeder Jahreszeit ein intensives Tiererlebnis zu ermöglichen, bieten wir zu verschiedenen Uhrzeiten öffentliche Fütterungen bei unseren Tieren an. Schauen Sie bei Totenkopfäffchen, Kängurus, Erdferkeln oder Gibbons vorbei, wenn diese gefüttert werden. Die Tierpfleger stehen Ihnen zu den genannten Zeiten für sämtliche Fragen Rede und Antwort. Sprechen Sie diese an!
Reguläre Fütterungen
- 10:20 Uhr – Pinguine
- 10:45 Uhr – Seebären (kommentierte Fütterung / außer donnerstags)
- 11:00 Uhr – Bergkängurus
- 11:45 Uhr – Totenkopfäffchen
- 12:00 Uhr – Zebras und Antilopen
- 12:15 Uhr – Gänsegeier (dienstags & samstags)
- 13:15 Uhr – Roter Panda
- 13:30 Uhr – Erdmännchen
- 14:15 Uhr – Kugelgürteltier
- 14:30 Uhr – Erdferkel
- 14:45 Uhr – Pinguine (kommentierte Fütterung)
- 15:00 Uhr – Silbergibbons
- 15:15 Uhr – Seebären (kommentierte Fütterung/ außer donnerstags)
- 16:30 Uhr – Löffelhunde
Flexible Fütterungszeiten
- Großkatzen (täglich mindestens eine)
- Schimpansen
Im Interesse bestimmter Tierarten füttern wir diese zu wechselnden Tageszeiten oder manchmal auch gar nicht, was deren Gesundheit und Wohlergehen zuträglich ist. Die jeweiligen Fütterungszeiten der vorstehenden Tierarten entnehmen Sie bitte den Aushängen an den betreffenden Tieranlagen.
Sprechen Sie uns an! Unsere Tierpfleger beantworten gerne Ihre Fragen nach den Fütterungen.


























